Feuer

Erneut Kinderwagen im Hausflur angezündet

In Neukölln haben sich am Wochenende mehrere Fälle von Brandstiftung ereignet. Am Sonnabendmorgen wurde wieder ein Kinderwagen angezündet. Außerdem gab es drei Brände in einem Wohnheim für psychisch Kranke in Neukölln und vor einem Männerwohnheim in Pankow.

Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. In allen Fällen gehen die Ermittler von Brandstiftung aus. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts (LKA) hat die Ermittlungen übernommen.

Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein Anwohner gegen 4.30 Uhr eine starke Rauchentwicklung im Treppenhaus und alarmierte daraufhin die Feuerwehr an die Siegfriedstraße. Unbekannte Täter hatten einen im Hochparterre abgestellten Kinderwagen in Brand gesetzt. Polizeibeamte des Abschnitts 55 waren zuerst vor Ort. Den Gesetzeshütern gelang es, die Flammen am Kinderwagen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit einem Handfeuerlöscher zu ersticken.

Insgesamt drei Mal musste die Feuerwehr in der Nacht von Freitag zu Sonnabend zu einem Wohnheim für psychisch Kranke ausrücken. Offenbar hatten die Bewohner selbst in dem Haus gezündelt. Ein 27 Jahre alter Angestellter des Wohnheims entdeckte den ersten Brand gegen 23.15 Uhr im Keller. Dort brannte ein Papiermülleimer, den der Mitarbeiter noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen konnte. Knapp zwei Stunden später brannte Unrat in der 3. Etage. Auch hier löschte der 27-Jährige die Flammen selbst. Gegen 4.15 Uhr brannte es schließlich zum dritten Mal - wieder im Keller. Der Angestellte löschte den Brand, ohne dass die Feuerwehr anrücken musste.

In Pankow war es wohl einem zufällig vorbeikommenden Radfahrer zu verdanken, dass niemand verletzt wurde. Unbekannte hatten am Sonnabendmorgen gegen 3 Uhr Kunststoffmülltonnen vor den Hauseingang des Männerwohnheims an der Berliner Straße geschoben und angezündet. Der Radler entdeckte die brennenden Mülltonnen und rief die Feuerwehr, die den Brand löschte.