Straßengeschichte

Motzstraße

Die Motzstraße wurde 1862 mit dem Hobrecht'schen Bebauungsplan festgesetzt und trug die Nummer 8. Sie ist insgesamt etwa 1,5 Kilometer lang, gehört vom Nollendorfplatz bis zur Bamberger Straße zu Schöneberg und von dort bis zum Prager Platz zu Wilmersdorf.

Die Hausnummern zwischen zwei und 72 gehören somit zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg, die Nummern 74 bis 95 zu Charlottenburg-Wilmersdorf.

König Wilhelm IV soll auf den Vorschlag, eine Bahn zwischen Potsdam und Berlin bauen zu lassen, nach dem Sinn des Vorhabens gefragt haben. Auf die Antwort, er könne dann, wenn er um acht Uhr losfahre, schon um neun Uhr in Potsdam sein, soll er erwidert haben, was er um neun Uhr morgens in Potsdam solle. Werner von Siemens gründete 1847 die Siemenswerke in Berlin und erhielt die Konzession zum privaten U-Bahn-Bau. 1910 wurde unter der Motzstraße der Tunnel für die U-Bahnlinie 4 angelegt. In den Zwanzigern kaufte der Berliner Magistrat die Hochbahngesellschaft auf. Zwischen den Aufgängen zur U2 findet sich noch eine Gedenktafel aus dieser Zeit. Öffentliche Verkehrsmittel fahren jetzt direkt an der Motzstraße an den U-Bahnhöfen Nollendorfplatz (U 1, U 2, U 3, U 4, Busse M 19, 106, 187) und Viktoria-Luise-Platz (U4).