Demonstration

Feuerwehrleute stürmen Amtssitz des Innensenators

In Mitte haben etwa 250 Feuerwehrleute gegen die Streichung von Wechselschichtzulagen demonstriert. Während der Abschlusskundgebung kam es im Amtssitz von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zu einem Zwischenfall: Rund 30 Feuerwehrleute stürmten mit Trillerpfeifen das Senatsgebäude.

Wie die Polizei mitteilte, begann die Demonstration, zu der die Interessenvertretung der Feuerwehr (IdFw e. V.) aufgerufen hatte, am Mittwoch gegen 8.30 Uhr am Potsdamer Platz. Von dort aus liefen die Feuerwehrleute friedlich bis zu Körtings Amtssitz in der Klosterstraße. Dort hatten die Veranstalter die Übergabe einer Petition an die Senatsverwaltung für Inneres angemeldet. Gegen 10.15 Uhr betraten vier Demonstrationsteilnehmer in Begleitung des Einsatzleiters der Polizei das Senatsgebäude. Plötzlich hätten etwa 30 Teilnehmer der Demonstration mit Trillerpfeifen und Transparenten den Vorraum des Gebäudes gestürmt und Parolen gerufen, sagte ein Sprecher der Polizei. In dem Zusammenhang wurde im Erdgeschoss der Brandmelder ausgelöst, wodurch wenige Minuten darauf ein Löschzug der Feuerwehr eintraf.

Polizisten gelang es jedoch, die Situation zu beruhigen und die Demonstranten wieder vor das Gebäude zu drängen. Während einer anschließenden Rede eines Senatsmitarbeiters wurden aus der Menge heraus von zwei Unbekannten Eier auf den Redner geworfen, die jedoch danebenstehende Polizisten trafen. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Landfriedensbruch eingeleitet. Die Gewerkschaft der Polizei distanzierte sich unterdessen von den Vorfällen und betonte, nicht zu dieser Demonstration von Feuerwehrbeamten aufgerufen zu haben. Die Beamten seien allerdings schlecht bezahlt und hätten im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine finanziellen Perspektiven, was die Vorkommnisse keinesfalls rechtfertige, sagte der Landesvorsitzende Michael Purper.