Konflikt

Poelchau-Schüler wollen einen neuen Standort

Schüler, Eltern und Lehrer der Poelchau-Eliteschule des Sports haben am gestrigen Dienstag vor dem Roten Rathaus demonstriert. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass die Kinder in einer asbestbelasteten Schule lernen müssen.

"Wir fordern den zeitnahen Umzug der Oberschule auf das Olympiagelände", sagt Elternvertreter Matthias Hartwig. Bereits 1989 sei vom TÜV Berlin festgestellt worden, dass das Gebäude der Charlottenburger Sportschule asbesthaltige Materialien enthalte. Damals sei festgelegt worden, dass die Schule bis 1999 saniert werden müsse. Bis heute sei aber nichts geschehen. "Die zuständige Berliner Bauverwaltung sieht inzwischen den Abriss des Gebäudes als einzige Möglichkeit", so Hartwig.

Die Eltern drängen nun darauf, dass für das kommende Schuljahr eine Containerlösung angestrebt wird. Das sei auf dem Gelände des Olympiastadions möglich, so Hartwig. Der Senat, dem die Schule untersteht, rede zwar seit fünf Jahren davon, unternehme aber nichts. Die Eltern befürchten nun, dass die Schule von einem Tag zum anderen geschlossen werden muss und die Schüler dann aufgeteilt werden, weil es keinen anderen Standort gibt. Das wollen sie verhindern. Laut Hartwig habe sich eine Firma bereit erklärt, für eine Miete von 50 000 Euro monatlich auf dem Olympiagelände Container aufzustellen. Dort trainieren die meisten Schüler ohnehin jeden Tag.