Verhandlungen

BVG-Tarifrunde: Fahrplan für Gespräche steht

In der ersten Tarifrunde für die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich die Gewerkschaft Ver.di und die Arbeitgebervertreter gestern auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen verständigt.

Am 21. und 28. Januar sowie am 18. Februar sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Claudia Pfeiffer, Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV), sprach von einer "friedlichen Atmosphäre" der ersten Runde. Allerdings habe der KAV deutlich gemacht, dass angesichts leerer kommunaler Kassen für größere Lohnerhöhungen keine Spielräume bestehen.

Ver.di hatte schon vor dem Gespräch angekündigt, zunächst keine konkreten Lohnforderungen zu stellen. Angestrebt würden aber "deutliche Einkommensverbesserungen" für die mehr als 12 000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport (BT), hieß es gestern. Ver.di hatte den laufenden Tarifvertrag für die Verkehrsbetriebe zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt.

Der Tarifvertrag war erst im Mai 2008 zustande gekommen, nach monatelangem zähem Ringen und wochenlangen Streiks im Bus-, U-Bahn- und Straßenbahnverkehr. Am Ende einigte man sich auf Einkommenserhöhungen von durchschnittlich 4,6 Prozent. Beide Tarifparteien bekundeten gestern ihren Willen, in der neuen Tarifrunde ähnliche Situationen zu vermeiden. "Niemand hat ein Interesse an einem erneuten Arbeitskampf zulasten der Fahrgäste", sagte KAV-Geschäftsführerin Pfeiffer.