Proteste

Studenten stören Uni-Rektoren

Wütende Studenten haben am Mittwoch erneut ihren Unmut über überfüllte Hörsäle, Studiengebühren und verschulte Studiengänge bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) abgeladen. Rund 40 Studierende waren zu einer Pressekonferenz ins Berliner Büro der HRK am Monbijouplatz in Mitte gekommen und hatten massive Änderungen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen gefordert.

HRK-Präsidentin Margret Wintermantel räumte Defizite in der Umsetzung des sogenannten Bologna-Prozesses ein und kündigte weitere Gespräche über Änderungen an. Die Präsidentin musste sich Vorwürfe anhören, sie vertrete nicht die Interessen der Studierenden im Dauerstreit um Reformen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen. Wintermantel sagte, natürlich gebe es an einigen Stellen Nachbesserungsbedarf. Man benötige zum Beispiel dringend mehr "finanzielle Spielräume" und "kleinere Seminare". Darüber werde sie mit der Kultusministerkonferenz sprechen. Ein Treffen ist für den 10. Dezember geplant.