Abgeordnetenhaus

Ver.di kritisiert Berliner Diätenerhöhung

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat die geplante Diätenerhöhung für die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses als "unverhältnismäßig" kritisiert.

Einen Tag vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen für 55 000 Landesbeschäftigte, die seit 2003 bei verkürzter Arbeitszeit auf durchschnittlich zehn Prozent ihres Einkommens verzichteten, wollten sich die Abgeordneten ihre Diäten zum 1. Januar 2010 um fast zehn Prozent erhöhen, betonte ein Ver.di-Sprecher am Mittwoch.

"Obwohl der Senat noch immer keine Aussage gemacht hat, wann Berlin wieder das Tarifniveau anderer Länder erreicht, wollen sich die Volksvertreter fast das Fünffache der Empfehlung der Diätenkommission gönnen", sagte die Ver.di-Landesbezirksleiterin Berlin-Brandenburg, Susanne Stumpenhusen. Auch die 55 000 Tarif-Beschäftigten sowie die 73 000 Beamten hätten nach mehr als fünf Jahren Verzicht einen erheblichen Nachholbedarf.