Politik

CDU: Imame sollen sich öffentlich vom Terror distanzieren

Die Berliner CDU fordert von den Imamen und Moscheevorständen in der Hauptstadt ein klares Bekenntnis, dass sie gegen jeglichen islamistischen Terror sind. In einem offenen Brief an mehr als 40 Vertreter von Kulturzentren und Islamvereinen verlangt das Mitglied des CDU-Landesvorstands, Burkard Dregger, einen "Schulterschluss im Angesicht drohender Terroranschläge".

Dregger ist Mitautor des Integrationskonzepts der Berliner CDU, das unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den Imamen vorsieht.

Dregger, der in diesem und dem vergangenen Jahr viele Moscheen besucht hatte, schreibt, dass viele Imame ihm erklärt hätten, "dass der Islamismus die Gesetze des wahren Islam verletzt. Jetzt ist es an der Zeit, dies öffentlich zu erklären". Ziel der Islamisten sei es, die Menschen in Deutschland in Angst und Schrecken zu versetzen. "Dabei schrecken die islamistischen Terroristen vor Mord, auch an Muslimen, nicht zurück", schrieb Dregger. Dem Aufruf gegen den Terrorismus beizutreten, biete für die Imame die Chance, die "Ihnen gegenüber verbreiteten Vorbehalte zu beseitigen", so der Berliner CDU-Politiker. Die Imame sollten zeigen, dass sie in ihren Moscheen keinen Platz für islamistische Tendenzen zulassen würden. Erst vor Kurzem hatte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) die Muslime zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus aufgefordert.

( sco )