Polizei

Tuning-Fans bringen Verkehr an der Siegessäule zum Erliegen

7500 Anhänger der sogenannten Tuning-Szene, so viele wie seit Jahren nicht mehr, haben sich in der Nacht zum Sonnabend in Berlin getroffen. Mit etwa 3800 Fahrzeugen waren die Liebhaber aufgemotzter Autos in der Stadt unterwegs.

Mehr als 150 Polizeibeamte beobachteten die Veranstaltung und überprüften mehrere Fahrzeuge und Halter. Nach Angaben einer Sprecherin blieb die Veranstaltung friedlich und ohne Zwischenfälle.

Die meisten Tuning-Fans hatten sich zuvor an der Karl-Marx-Allee in Mitte und am östlichen Stadtrand in Alt-Mahlsdorf getroffen. Von dort aus fuhren sie in Konvois zur Siegessäule. Dort und in den angrenzenden Straßen ging nach dem Eintreffen der Fahrzeuge nichts mehr. Insbesondere auf der Straße des 17. Juni waren beide Seitenstreifen komplett zugeparkt, zahlreiche Fahrzeuge parkten darüber hinaus in zweiter Reihe. Auch in anderen Straßen in Tiergarten sah es ähnlich aus. Der reguläre Autoverkehr wurde für die Dauer des mehrstündigen Treffens teilweise weiträumig umgeleitet.

Angehörige der Tuning-Szene treffen sich mit ihren fantasievoll präparierten oder tiefergelegten Wagen seit Langem einmal jährlich in Berlin. Obwohl kaum jemand mit dieser großen Anzahl von Teilnehmern gerechnet hatte, war die Polizei auf die Veranstaltung vorbereitet. In den vergangenen Jahren war es mitunter zu Zwischenfällen gekommen, insbesondere wurden mehrfach illegale und hochgefährliche Autorennen veranstaltet. Das konnte in diesem Jahr von der Polizei durch massive Präsenz und deutliche Warnungen konsequent verhindert werden.