Umstellung

BVG setzt nur noch Busse ohne Barrieren ein

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden künftig nur noch Busse einsetzen, die barrierefrei und damit auch von Rollstuhlfahrern gut nutzbar sind. Das landeseigene Verkehrsunternehmen hat dazu gestern den letzten Doppeldecker mit hohem Wagenboden außer Betrieb genommen. Der Bus der MAN-Baureihe SD 202 wird nach 17 Dienstjahren aber nicht verschrottet, sondern geht an die Arbeitsgemeinschaft Traditionsbus, die ihn zu besonderen Anlässen weiter fahren lassen wird.

Die BVG ist nach eigener Aussage das erste deutsche Nahverkehrsunternehmen, das ausschließlich barrierefreie Busse einsetzt. Ab Fahrplanwechsel am 13. Dezember soll dies auch für alle BVG-Subunternehmen gelten. Einzige Ausnahme wird die Linie 218 (U Theodor-Heuss-Platz-Pfaueninsel) sein, wo neben modernen Bussen auch auch weiterhin Fahrzeuge der AG Traditionsbus zum Einsatz kommen.

Barrierefreie Busse verfügen nicht nur über Klapprampen. Es gibt zudem ausreichend breite Einstiege und großzügige Mehrzweckabteile im Wageninneren. Davon profitieren nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch Gehbehinderte, Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit viel Gepäck.