Gewalt

Polizist bei Einsatz schwer verletzt

Erneut sind Polizeibeamte während der Ausübung ihres Dienstes angegriffen und in einem Fall schwer verletzt worden - ein Verdächtiger schlug einem Polizisten zwei Zähne aus.

Der Polizeiobermeister und seine Kollegin waren am Sonnabend gegen 22 Uhr zu einem Einbruch gerufen worden, als ihnen auf einem Parkplatz an der Fritz-Lesch-Straße ein verdächtiger Mann auffiel. Die Beamten in Zivil gaben sich als Polizisten zu erkennen und forderten ihn auf, stehen zu bleiben. Aber der Verdächtige ignorierte sie. Als der Polizeiobermeister den Mann festhalten wollte, schlug ihm der Angreifer unerwartet mit solcher Wucht ins Gesicht, dass zwei Schneidezähne herausbrachen. Dann zog er Reizgas aus seiner Tasche und bedrohte die Beamten. Als sie ihn daraufhin überwältigen wollten, steckte der 36-Jährige das Gas weg, zog dafür ein verbotenes Messer hervor und ging damit auf die Zivilstreife los. Trotz der Aufforderung, das Messer hinzulegen und der Androhung des Schusswaffengebrauchs, ging der Mann mit der Waffe weiter auf die Beamten los. Erst nachdem Verstärkung eingetroffen war, gelang es, den Angreifer mit Reizgas zu überwältigen und ihn festzunehmen. Gegen ihn wird jetzt ermittelt. Der verletzte Polizist und seine Kollegin beendeten ihren Dienst.

Gegen 2 Uhr wurden Polizisten in Spandau von aggressiven Kneipenbesuchern bedrängt und beleidigt. Die Beamten waren wegen einer Schlägerei an die Straße Plantage gerufen worden und standen nun zehn Männern gegenüber, die sie abdrängten und lautstark beleidigten. Ein 26-Jähriger ging auf einen Beamten los und musste mit Pfefferspray überwältigt werden. Ein 31-Jähriger urinierte gegen zwei Einsatzwagen und erhielt eine Anzeige. Verletzt wurde niemand.