Entlastung

Von Montag an fahren mehr S-Bahnzüge

Fahrgäste der Berliner S-Bahn können auf eine weitere Entlastung hoffen. Das seit vier Monaten krisengeschüttelte Tochterunternehmen der Deutschen Bahn kündigte gestern an, zum Wochenstart mehr Fahrzeuge auf den Linien S 1, S 25 und S 7 einzusetzen.

30 zusätzliche Zwei-Wagen-Einheiten kommen nach Angaben eines Bahnsprechers aus der Werkstatt. Insgesamt stehen der S-Bahn dann 384 sogenannte Viertelzüge zur Verfügung. Für den regulären Betrieb werden 550 Fahrzeuge benötigt.

Auf der Linie S 1 fahren die Züge von Montag an wieder im planmäßigen Zehn-Minuten-Takt zwischen Wannsee und Oranienburg beziehungsweise Frohnau. Weitere Entlastung auf der Nord-Süd-Verbindung sollen längere Züge der Linie S 25 schaffen. Die Züge fahren ab Montag wieder mit sechs statt wie derzeit nur mit vier Wagen.

Auch von und nach Potsdam fährt die S-Bahn in der kommenden Woche wieder alle zehn Minuten mit der Linie S 7. Der seit Monaten eingerichtete Ergänzungsverkehr mit Regionalzügen zwischen den Stationen Potsdam Hauptbahnhof und Ostbahnhof auf der Stadtbahn wird eingestellt, wie die Bahn bestätigt.

Verstärkt wird dafür im morgendlichen Berufsverkehr die Linie S 5. Zwischen Mahlsdorf (Abfahrt 7.01 Uhr) und Warschauer Straße (Ankunft 7.19 Uhr) fährt wochentags künftig ein zusätzlicher Zug.

Weiterhin eingestellt bleibt der Verkehr bis auf weiteres auf den Linien S 45 und S 85. Der Expressbus SXF 1 vom Bahnhof Südkreuz zum Flughafen Schönefeld kann daher weiter ohne Aufschlag genutzt werden. Auch die Regionallinie RB 13 aus Wustermark wird weiterhin von Spandau bis zum Hauptbahnhof verlängert. Die Züge halten am Bahnhof Jungfernheide und bieten einen Anschluss an die Ringbahn, die im Fünf-Minuten-Takt fährt.

Die Berliner S-Bahn fährt wegen Wartungsmängeln an den Bremsen und Problemen mit der Haltbarkeit der Räder nur stark eingeschränkt. Nach Bahn-Angaben sollen die Züge auf allen Linien voraussichtlich am 13. Dezember wieder planmäßig fahren.