Unterschiedliche Reaktionen

Kleinere Klassen an Grundschule: Kosten unklar

Die Ankündigung von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD), die Klassenstärke an Grundschulen von maximal 28 auf 26 zu senken, sorgt für unterschiedliche Reaktionen.

Die bildungspolitische Sprecherin der FDP, Mieke Senftleben, sieht darin ein Eingeständnis des Senators, dass die Schulanfangsphase nicht ausreichend ausgestattet ist. Bisher habe Zöllner immer betont, dass nirgendwo in Deutschland die Klassen so klein sind wie in Berlin. Nun müsse Zöllner auch beantworten, wie die kleineren Klassen finanziert werden sollen, so Senftleben. Die CDU sieht in der Senkung der Klassenfrequenz den Versuch, die Jahrgangsmischung in der Schulanfangsphase vor dem Scheitern zu bewahrenDie Bildungsverwaltung geht davon aus, dass die neue Verordnung nicht zwingend mehr kosten müsse. Stattdessen gehe es vor allem um eine gleichmäßigere Verteilung der Schüler. Die GEW bezweifelt unterdessen, dass die niedrigere Klassenstärke an Grundschulen allein durch Umverteilung realisiert werden könne. "Dann müssten Schüler von nachgefragten Schulen an wenig beliebte Schulen wechseln", so die GEW-Vorsitzende Rose-Marie Seggelke.