Bildung

Gemeinschaftsschule: Zöllner empört über Reinickendorfer CDU

Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat am Freitag heftig die Entscheidung der CDU in Reinickendorf kritisiert, keine Gemeinschaftsschule im Bezirk zuzulassen.

Die Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) hatte mit der Mehrheit der CDU den Antrag der Hannah-Höch-Grundschule und der Greenwich-Schule auf Zusammenschluss zu einer Gemeinschaftsschule abgelehnt. "Der BVV-Beschluss bringt ein sinnvolles Gemeinschaftsschulprojekt zu Fall und ignoriert dabei völlig die Interessen und den Willen der Schüler, der Eltern sowie der beteiligten Kollegien. Mich erstaunt, dass diejenigen den Elternwillen missachten, die ihn sonst bei jeder Gelegenheit als besonders wichtig reklamieren", sagte Zöllner.

Das Pilotprojekt Gemeinschaftsschule steht derzeit vor einer Erweiterung. Die 16 schon beteiligten Schulen werden zum kommenden Schuljahr um drei weitere ergänzt. Die Bildungsverwaltung genehmigte der Grundschule im Grünen (Lichtenberg), der Carl-von-Ossietzky-Schule (Kreuzberg) sowie dem Schulverbund aus der Waldenburg-/Teske-Schule und der Peter-Paul-Rubens-Grundschule (Tempelhof-Schöneberg) ihre Anträge zur Teilnahme an dem Pilotprojekt. Auch der Antrag der Reinickendorfer Schulen war bereits von der Bildungsverwaltung genehmigt, wurde nun aber durch den Bezirk gestoppt. Kritik an dem Bezirksbeschluss kam auch von der Bildungsgewerkschaft GEW und von der Fraktion der Linkspartei im Abgeordnetenhaus.