Extremismus

Polizei stoppt Aufzug Vermummter in Kreuzberg

Bei Kontrollen zur Gefahrenabwehr im Zusammenhang mit der Hausräumung der Liebigstraße 14 hat die Polizei in der Nacht zu gestern in Kreuzberg diverse Randale-Utensilien sichergestellt. Neuerliche Ausschreitungen gab es aber nicht.

Bis 21.30 Uhr hatten sich bis zu 200 Personen am Kottbusser Tor eingefunden. Aufrufen im Internet zufolge sollten der Versammlung "unfriedliche Aktionen" folgen. Als sich die Menschen, unter ihnen auch Vermummte, in Richtung Ritterstraße in Bewegung setzten und Böller gezündet wurden, stoppte die Polizei den Aufzug. Etliche Teilnehmer verließen den Ort, versteckten aber noch Gegenstände unter Autos. So wurden Knallkörper, Farbbeutel und Masken sichergestellt.

Im Laufe des Abends nahmen Zivilfahnder in Tempelhof zwei Farbschmierer fest, nach Mitternacht wurden an der Gotlindestraße in Lichtenberg an der Agentur für Arbeit die Glasscheiben beschmiert. Zwei Stunden später wollten Unbekannte an der Pettenkofer Straße in Friedrichshain Mülltonnen anzünden, sie flüchteten aber bei Eintreffen der Polizei.

( mb )