Erfahrungsbericht

"Plötzlich hatte ich 39,7 Grad Fieber!"

Die Probleme begannen am frühen Dienstagabend: Mich plagten starke Kopfschmerzen und ich fühlte mich sehr schwach. Den ganzen Tag über war ich schon wackelig auf den Beinen, aber ich war sicher, dass das einfach an dem Stress in der Prüfungsphase liegen könnte.

Während ich am Nachmittag noch fieberfrei gewesen war, zeigte das Thermometer abends plötzlich 39,7 Grad. Das Kopfweh wurde auch immer stärker, aber ich dachte mir nichts dabei. Mit kalten Wadenwickeln versuchte ich, das Fieber zu senken. Obwohl ich sehr früh ins Bett gegangen bin, wachte ich auch am folgenden Morgen mit Fieber auf, das Thermometer zeigte 38 Grad.

Und auch sonst fühlte ich mich nicht wirklich besser. Doch noch war ich zuversichtlich: ,Das geht vorbei, da hast du einfach eine Grippe!', sagte ich mir. An die Schweinegrippe dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht - auch, weil das Thema komplett aus den Medien verschwunden war.

Die nächsten Tage verbrachte ich im Bett: Kopfweh, Gliederschmerzen, hohe Temperatur. Am Donnerstag lag ich noch immer mit 39 Grad im Bett und fühlte mich matt. Endlich! Am Freitag ging es etwas aufwärts. Trotzdem entschied ich mich, noch zum Arzt zu gehen. Am Wochenende sollte ich nämlich eine Reise von Wien nach Berlin antreten und wollte davor abklären lassen, ob ich nicht vielleicht eine Lungenentzündung hatte.

So etwas zu verschleppen, erschien mir als keine gute Idee.

Mein Hausarzt hat mich zum Lungenröntgen geschickt und nichts Auffälliges erkannt. Da ich schon wieder gesund war, hat mir mein Arzt auch kein Blut mehr abgenommen, aber er sagte, meine Symptome seien klassisch für die Schweinegrippe des vergangenen Jahres. Aufgrund der Temperatur-Schwankungen und des plötzlichen Auftreten des Fiebers vermutete er, dass es sich um den H1N1-Virus handelte. Der Arzt hat mir empfohlen, mich die nächsten Tage über zu schonen. Er riet mir von der geplanten Reise ab. Außerdem empfahl er mir, mich im nächsten Jahr gegen Influenza impfen zu lassen. Ich habe also die Zeit darauf versucht, weitgehend im Bett zu bleiben und mich zu schonen: Das Fieber hat mich nämlich ganz schön aus der Bahn geworfen.