Bildung

Mehr Schüler im evangelischen Religionsunterricht

In Berlin stößt der evangelische Religionsunterricht in den Schulen auf steigendes Interesse.

Die Teilnehmerzahlen seien nach Rückgängen in den Vorjahren im vergangenen Schuljahr um 0,4 Prozent auf 81 918 leicht gestiegen, heißt es in Berichten für die Synode, die ab heute in Berlin tagt. Damit besuchten im Schuljahr 2009/2010 in Berlin 25,5 Prozent der Schüler den freiwilligen evangelischen Religionsunterricht. In Berlin seien an vielen Stellen stabile Kooperationsformen mit dem Pflichtfach Ethik entstanden, heißt es weiter. Zusätzlich seien auch Projekte mit anderen Unterrichtsfächern entwickelt worden. Durch die gestiegenen Teilnehmerzahlen seien auch die Zuschüsse für die Religionslehrer an die evangelische Landeskirche insgesamt um rund 700 000 Euro auf rund 29,4 Millionen Euro im laufenden Jahr gestiegen, heißt es weiter. Das Konsistorium habe zudem befristeten Neueinstellungen von Religionslehrern zugestimmt. Schwierige Bedingungen für den Religionsunterricht herrschten in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Migranten, heißt es weiter. So könnten Schulen im Wedding und in Nordneukölln, die zum Teil zu mehr als 90 Prozent von nicht-deutschen Schülern besucht werden, "nicht mehr mit Religionsunterricht versorgt werden".