BBI-Flugrouten

BBI-Gegner wollen Schulterschluss mit Flugrouten-Kritikern

Die Gegner des Standorts Schönefeld für den künftigen Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) rufen die Bürgerinitiativen gegen die neuen Flugrouten zur gemeinsamen Organisation einer Fachtagung auf.

"Damit bringen wir den Ball ins Spielfeld, eine gemeinsame Sachposition mit den Initiativen zu finden", sagte Ferdi Breidbach vom Bürgerverein Brandenburg-Berlin (BVBB) am Montag. In einem offenen Brief an die Initiativen formulierte Breidbach das Ziel, eine "geschlossene Front" zu formieren. Der Sprecher des Bündnisses Berlin-Brandenburg gegen neue Flugrouten, Markus Peichl, reagierte zurückhaltend. Die Mitglieder-Initiativen des Bündnisses müssten erst untereinander klären, ob sie das Angebot des Bürgervereins annähmen, sagte Peichl. Marela Bone-Winkel von der Initiative "Keine Flugrouten über Berlin" begrüßte es, dass der BVBB den Dialog suche. Jedoch müsse der Dialog "auf Augenhöhe" stattfinden. Die Aufgabe des Standortes Schönefeld für den BBI - wie ihn der BVBB fordert - sei eine "politische Utopie", sagte Bone-Winkel. Die Vertreter des BVBB hatten sich bislang distanziert gegenüber den Gegnern der Flugroutenplanungen gezeigt. Gegen Fluglärm helfe keine Diskussion über Flugrouten, sondern nur ein sofortiger Baustopp des BBI, sagte die BVBB-Vorsitzende Astrid Bothe in der vergangenen Woche.