Fashion-Week

Swappingparty - Kleidertausch für den guten Zweck

Der erste Stopp wird am Schuhtisch gemacht. Von dort stürmen sie weiter an die Kleiderstangen. Zuvor haben Sammler und Schnäppchenjäger am Sonntagnachmittag schon mehr als eine halbe Stunde vor Beginn vor dem Haus Brunnenstraße 65 in Mitte angestanden. Dort fand zum Abschluss der Fashion Week die große Swappingparty statt, bei der Kleidung getauscht wird.

Die Einnahmen kommen karitativen Einrichtungen zugute.

Hunderte Gäste zieht es ins Brunnenviertel, um eines der beliebten Vintagekleider abzugreifen. "Ich trage mittlerweile vieles von meiner Oma wieder auf. Das ist, als würde ich die Geschichten weitertragen, die sie mit ihren Kleidern verbindet", sagt die 15 Jahre alte Schülerin Imke Harders beim Warten in der 30 Meter langen Schlange. Durch die Fensterscheibe hat Jule Vandreier (24, Studentin) schon Schuhe entdeckt. "Eigentlich ist secondhand nicht mein Ding, aber die Idee der Swappingparty finde ich toll!" Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit der Granma Werbeagentur und der Degewo AG aus Wedding/Geunsbrunnen.

Die Klamottentauschparty war mal etwas ganz anderes und diente zudem einem guten Zweck: Übrig gebliebene Kleidung wird an die Arche verschenkt, alle Einnahmen erhält die Nachbarschaftshilfe Machbar. Der größte Teil der Ware ist aus zweiter Hand und wurde von den Partygästen im Vorfeld zum Tauschen gegen Wertchips abgegeben. Aber auch Jungdesigner haben etwas aus ihrer Kollektion gespendet. Gestern schoben sich dann lachende, begeisterte Gäste aneinander vorbei und trugen tütenweise Kleidung zu den Kassen. Dort stand auch Svenja Mennicke (14, Schülerin) und bezahlte die pinkfarbene Sportjacke, die die Morgenpost-Reporterin abgegeben hat. "An der konnte sie nicht vorbeigehen." Die 7 Euro, die jetzt an Machbar gehen, fühlen sich besser an als das Polyester der Jacke.