Charlottenburg-Wilmersdorf

Kudamm-Theater: Nur wenig Interesse am Bürgerentscheid

Der Bürgerentscheid zum Erhalt der beiden Kudamm-Bühnen verläuft bislang schleppend. Mitte Dezember sind die Unterlagen an die 237 918 stimmberechtigten Charlottenburg-Wilmersdorfer verschickt worden. 6870 haben die Wahlscheine zur Briefwahl angefordert, erst 2000 haben sie zurückgeschickt.

"Im Vergleich zum Bürgerentscheid gegen die Parkraumbewirtschaftung, der erfolgreich war, sind die Rückläufe bislang erheblich weniger. Erfahrungsgemäß hätten wir bis jetzt mit rund 10 000 Briefwählern gerechnet", sagte Stadtrat Joachim Krüger (CDU) am Donnerstag.

Auch im Rathaus an der Otto-Suhr-Allee 100 kann bereits abgestimmt werden: montags, mittwochs und freitags 8 bis 13 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 13 bis 18 Uhr. Am Sonntag, den 16. Januar, also dem eigentlichen Wahltag, sind die Abstimmungslokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wo gewählt werden muss, steht im Benachrichtigungsschreiben. Das muss nicht zwingend mitgebracht werden. "Es reicht ein Personalausweis oder ein anderer Ausweis mit Lichtbild. Dann sehen wir im Wahlverzeichnis nach, ob jemand den ersten Wohnsitz hier hat und abstimmungsberechtigt ist", so Krüger. Mindestens 15 Prozent - 35 688 Charlottenburg-Wilmersdorfer - müssen an der Wahl teilnehmen. Wenn diese erfolgreich verläuft, ist das Votum nicht bindend: Bezirksamt und Bezirksverordnete haben bereits angekündigt, Baurecht für den Umbau des Kudamm-Karrees zu schaffen - unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids. Die Behörde rechnet mit Kosten von rund 150 000 Euro für das Verfahren.