Umwelt

Wäldern in Berlin und Brandenburg geht es besser

Trotz des 2010 allgemein verbesserten Waldzustands in Berlin und Brandenburg klagen beide Länder über eine starke Schädigung ihrer Eichen. In der Mark liege der Anteil der Eichen ohne sichtbare Kronenschäden nur noch bei 23 Prozent, teilten das Potsdamer Landwirtschaftsministerium und die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Dienstag gemeinsam mit.

In Berlin seien gesunde Eichen mit einem Anteil von zwei Prozent "praktisch kaum noch zu finden". Zwei Drittel hätten dort 2010 deutliche Schäden aufgewiesen.

In der Hauptstadt sei dies umso dramatischer, da Eichen dort 20 Prozent der Waldfläche ausmachten. Als Grund für die Schädigung des Laubbaums nannten die Verwaltungen die Hitzesommer 2003 und 2006 sowie den Schädling Eichenprozessionsspinner, eine Schmetterlingsart. Auch in Brandenburg haben die Eichen stark unter dem Befall des Eichenprozessionsspinners zu leiden. Weniger als ein Viertel der Baumkronen von Eichen ist nach Meinung der Förster ihrem Aussehen nach gesund. Im Jahr 2009 waren noch mehr als zwei Drittel der Baumkronen unversehrt.

Zum allgemeinen Waldzustand zogen das Brandenburger Ministerium und die Senatsverwaltung für 2010 eine positive Bilanz. Nahezu 60 Prozent der Waldflächen in beiden Ländern seien ohne Schäden. Nur noch sieben Prozent der Flächen seien stark beschädigt. Dabei ist der Zustand der Wälder in Brandenburg den Angaben zufolge besser als in Berlin. Deutlich gebessert habe sich vor allem die Situation für die Kiefer, von denen die Wälder im Land dominiert werden. Nur vier Prozent dieser Nadelbäume seien in Brandenburg stark beschädigt. In Berlin weisen den Angaben zufolge 16 Prozent der Kiefern Schäden auf. Dies sei eine Abnahme um acht Prozentpunkte.