Alexanderplatz

Ausstellung über die Wendejahre wird abgebaut

Nach mehr als zwei Millionen Besuchern und eineinhalb Jahren Laufzeit ist mit dem Abbau der Open-Air- Ausstellung "Friedliche Revolution 1989/90" auf dem Alexanderplatz begonnen worden.

Auf Fotos, Schrifttafeln und mit akustischen Rückblenden war in der Schau an den Mauerfall am 9. November 1989 sowie den Weg zur Wiedervereinigung erinnert worden. Alle Texte und Fotos sowie zahlreiche Film- und Tondokumente sollen künftig auf einer mehrsprachigen Website zu sehen seien, teilte die Robert-Havemann-Gesellschaft gestern mit.

Die Mehrheit der Berliner habe sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, die Ausstellung dauerhaft zu erhalten. Die Macher der Schau hatten an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch im Mai appelliert, sich für eine nochmalige Verlängerung einzusetzen. Von Seiten des Bundes kam dazu aber letztlich eine Absage, erklärte Olaf Weissbach von der Robert-Havemann-Gesellschaft.

Ursprünglich war das Ende der Ausstellung bereits zum 20. Jahrestag des Mauerfalls 2009 geplant gewesen. Wegen des großen Andrangs war die rund um die Uhr zugängliche Präsentation am Originalschauplatz in Berlins Mitte aber bis zum 3. Oktober dieses Jahres verlängert worden. Auf dem Alexanderplatz hatten sich am 4. November 1989 nahezu eine Million Menschen zur größten Protestdemonstration in der DDR versammelt.