Konzept

Bezirk präsentiert neue Pläne zum Gendarmenmarkt

Die neuen Pläne für den Gendarmenmarkt sind da. Am Donnerstag sollen sie den Anliegern des Platzes vorgestellt werden.

Für Ende Januar sei eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant, sagt Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). Das überarbeitete Konzept für den Platz ist das Ergebnis heftiger Proteste. Diese richteten sich gegen die Absicht des Senats und des Bezirksamtes Mitte, die mehr als 140 Kugelahornbäume abzuholzen. Kritik richtete sich auch dagegen, dass die Stufen zum Platz eingeebnet und die alten Bodenplatten durch einen neuen Belag ersetzt werden sollen. "Ein Ort urbaner Eleganz" war in den Plänen der Behörden vorgesehen. Anstelle der niedrigen Kugelahorne sollten einzelne, frei stehende Bäume gepflanzt werden. Dagegen wollte der Förderverein erreichen, dass alle Bäume stehen bleiben und der Platz seine bisherige Gestalt behält. "Wir wollen behutsame Reparatur und Pflege des Gendarmenmarktes", sagt die Vereinsvorsitzende Ada Withake-Scholz. Rund 23 000 Unterschriften habe man dafür gesammelt. Nichts einzuwenden sei gegen die Absicht der Planer, Versorgungsleitungen unter dem Platz zu verlegen, die bei Veranstaltungen benötigt werden.

Der Bezirk ließ in den vergangenen Monaten ein Baumgutachten anfertigen. Es wurde bereits den Bezirksverordneten von Mitte vorgestellt. Der Studie zufolge sind die Kugelahornbäume bis auf wenige Exemplare in gutem Zustand. Eine zwischenzeitliche Verpflanzung, etwa um die Platzfläche zu erneuern, würde die Wurzeln stark beschädigen und wird nicht empfohlen. "Es ist klar, dass die ursprünglich geplanten Baumfällungen nicht durchkommen", sagt der Grünen-Verordnete Frank Bertermann Ein zweites Gutachten sei in Auftrag gegeben worden, das den Zustand der Pflastersteine und Bodenplatten und Reparaturmöglichkeiten prüfen soll, jedoch noch nicht vorliege. Bertermann: "Offensichtlich werden jetzt kleinere Brötchen gebacken."