Festakt

Stiftung Berliner Mauer wird Pate des Parlaments der Bäume

Die Stiftung Berliner Mauer übernimmt ab 2011 die Patenschaft für das Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt.

Das bestätigte gestern Stiftungsdirektor Axel Klausmeier bei einem Festakt in der Gedenkstätte am Schiffbauer Damm, Ecke Adele-Schreiber-Krieger-Straße. Dort wurde die Eröffnung der mit 190 000 Euro Lottogeld und 49 500 Euro vom Bund unterstützten Neugestaltung des Gedenkortes gefeiert, den Berlins Baumpate Ben Wagin nach dem Mauerfall initiiert hat. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) würdigte Wagins Engagement und betonte: "Ich sehe keine Notwendigkeit, hier neue Bundestags-Gebäude zu erstellen." Hintergrund: Der Kulturausschuss des Bundestags hatte am Mittwoch mit den Stimmen der CDU und FDP bei Enthaltung der SPD den Antrag der Grünen auf Denkmalschutz für die Mauergedenkstätte abgelehnt. Das Grundstück des Bundestags steht unter Bauvorbehalt für mögliche Erweiterungsbauten.

"Ich kann da nicht mehr drüber nachdenken, sonst muss ich meine Arbeit sofort einstellen", sagte Ben Wagin gestern sichtlich enttäuscht über die mangelnde Unterstützung des Bundestags. Wagin erhält heute vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Verdienstorden des Landes.