Kommentar

Schnell handeln

Es wird höchste Zeit, dass Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) nun endlich die Ergebnisse der Schulinspektionen des Schuljahres 2006/07 vorlegt. Schließlich geht in drei Wochen bereits ein weiteres Schuljahr zu Ende. Die Eltern haben die Veröffentlichung des Schul-Tüvs dann auch mit Nachdruck eingefordert. Schließlich orientieren sie sich bei der Wahl der Schule zunehmend an derartigen Evaluationsberichten.

Laut André Schindler, Vorsitzender des Landeselternausschusses, deckt der Bericht, der heute vorgestellt wird, viele Mängel in der Qualität des Unterrichts auf. Das ist durchaus bedenklich. Wenn aber die Schulen offen und ehrlich mit ihren Defiziten umgehen, werden die Eltern das anerkennen. Außerdem kann den Schulen nur dann wirksam geholfen werden, wenn ihre Mängel bekannt sind. Um so wichtiger ist es deshalb, dass die Bildungsverwaltung so schnell wie möglich Konsequenzen aus dem Schul-Tüv zieht und den betreffenden Schulen jede mögliche Unterstützung zukommen lässt. Qualität muss oberste Priorität haben.

Entsprechende Fortbildungsangebote sind in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie verbesserte Rahmenbedingungen. Dazu gehört, dass jede Schule ausreichend mit Lehrern und Erziehern ausgestattet wird und geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung hat.