Rauschgift

55 Kilo: Größter Heroin-Fund in Berlin

Bei einem spektakulären Schlag gegen den Rauschgifthandel hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen und in einer Wohnung an der Grunewaldstraße in Schöneberg 55 Kilogramm Heroin sichergestellt.

Den Männern im Alter von 24, 26 und 29 Jahren wird vorgeworfen, den Drogenhandel im U-Bahnhof Schwartzkopffstraße in Mitte organisiert und beliefert zu haben. Die Beschuldigten waren am Mittwoch bei einem Treffen auf einem Parkplatz an der Alboinstraße in Tempelhof von einem Mobilen Einsatzkommando beobachtet und gegen 13.30 Uhr überwältigt worden. Bei dem 29-Jährigen wurde der Schlüssel für eine sogenannte Bunkerwohnung gefunden. Dort entdeckten die Ermittler in Päckchen und Tüten das in unterschiedlichen Maßen gestreckte Rauschgift, eine Hydraulikpresse sowie Verpackungsmaterial.

Bei der nachfolgenden Durchsuchung der privaten Wohnungen der Verdächtigen in Schöneberg, Neukölln und Lichtenrade konnten die Beamten zudem insgesamt 40 000 Euro Bargeld, eine scharfe Schusswaffe, 37 Schuss Munition sowie weitere 442 Gramm Heroin und 17 Gramm Kokain sicherstellen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Fund um die größte je in Berlin sichergestellte Heroinmenge. Grundlage des Ermittlungserfolgs waren Hinweise, die sich im Zuge eines Strafprozesses gegen drei Brüder einer arabischen Großfamilie ergeben hatten. Demnach bestand der Verdacht gegen den 26-Jährigen als Drogenlieferant und den 24-Jährigen als dessen Geschäftspartner. In der Folge konnte der 29-Jährige als Großlieferant ermittelt werden.

( pol )