Sozialpolitik

Erzieher streiken für mehr Geld und Mitarbeiter

Heute und morgen bleiben erneut zahlreiche kommunale Kitas und Schulhorte geschlossen. Die Erzieher in den Bezirken Reinickendorf, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Pankow, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg streiken für eine Gehaltserhöhung und für einen Einstellungskorridor.

Mehr als 200 Erzieherstellen sind nach Angaben der Gewerkschaft GEW derzeit an Schulen nicht besetzt. Das heißt, dass in zahlreichen Einrichtungen der gesetzliche Personalschlüssel nicht eingehalten werden kann.

In den Schulen in Neukölln fehlen 78 Erzieher, um den Regelbedarf zu decken. In einem offenen Brief an Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) fordern die Neuköllner Erzieher dringend Neueinstellungen sowie die Verlängerung der auslaufenden befristeten Stellen.

Die Streikenden der Stadt wollen sich heute um 10 Uhr vor dem Rathaus Pankow versammeln und von dort zu einer Kundgebung am Garbátyplatz ziehen. Morgen beginnt die Demonstration um 10 Uhr vor dem Rathaus Charlottenburg.

Die GEW will mit der Aktion kurz vor dem Parteitag der Berliner SPD am Sonnabend den Druck erhöhen. "Wir hoffen, dass die Delegierten der Parteiführung und den Senatoren Beine machen werden", sagt Rose-Marie Seggelke, Vorsitzende der GEW.