Forschung

Krebstherapie: Wettbewerb um neues Zentrum

Berlin soll in der Krebstherapie einen Spitzenplatz einnehmen. Die Berliner Universitätsklinik Charité und das private Konsortium "Zentrum für Partikelbestrahlung Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH" (ZPE) liegen im Wettstreit um den Bau eines modernen und teuren Therapiezentrums, in dem Tumore mit energetischen Teilchen bestrahlt werden sollen.

Bis zu 4000 Krebskranke könnten mit der neuen Technik pro Jahr geheilt werden. Dabei wird der Tumor gezielt bestrahlt und das gesunde Gewebe leidet nicht, wie bei der herkömmlichen Röntgentherapie. Beide Institutionen wollen die Spitzentechnik bei sich ansiedeln. Doch im Raum Berlin-Brandenburg wird nur eine Anlage benötigt. Das ZPE hat in Adlershof bereits ein 14 000 Quadratmeter großes Gelände vom Land Berlin gekauft. "Im September findet der erste Spatenstich statt", sagt ZPE-Geschäftsführer Ullrich Meier. Trotz der konkreten Pläne des ZPE will auch die Charité das Therapiezentrum bauen, das etwa 150 Millionen Euro kosten wird. Doch bevor die Charité weiter die Strahlenanlage plant, muss der Senat eine Bürgschaft von 40 Millionen Euro genehmigen, diese Entscheidung steht noch aus. Derweil denken Charité und ZPE bereits über eine Zusammenarbeit nach.