Messe "Clean Tech"

Mit sauberer Technologie in die Zukunft

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In der Haupthalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof deutet es sich bereits an, dass es um Umweltfreundlichkeit geht. Auf dem Fußboden, wo einst die Stuhlreihen für die wartenden Passagiere standen, ist jetzt grüner Rasen ausgerollt.

Nur wenige Meter weiter sausen und flitzen elektrisch angetriebene Sportwagen und ganz normale Autos, futuristisch aussehende Elektro-Bikes und Dreiräder, die mit der eigenen Körperbewegung angetrieben werden, über das Rollfeld des ehemaligen Flughafens. Zum ersten Mal findet vor den Kulissen des historischen Airports die Clean-Tech-World statt. Auf der Messe der Umwelttechnologien und Elektromobilität stellen 100 Firmen, die Bundesregierung und Verbände seit Freitag aus und präsentieren in den Hangars und auf dem Vorfeld des Flughafens ihre umweltfreundlichen Fahrzeuge und Ideen zu sauberer Technik. Das Bundesforschungsministerium zeigt zum Beispiel in seinem Nano-Truck, wo Nanotechnologie umweltschonend und ressourcensparend einmal eingesetzt werden könnte.

"So könnten Solarzellen entwickelt werden, die auf Farbstoff basieren, der Licht aufnimmt und daraus Strom erzeugt", sagt Wissenschaftlerin Dr. Katharina Müller. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe sind dabei und führen einen mit Wasserstoff betriebenen Bus vor. Gestern öffnete die Messe auch für das breite Publikum. Am Vortag hatten sich 750 Fachbesucher auf der Clean Tech umgeschaut. Viel Andrang herrschte nicht. Einen Vorteil aber hatte das mäßige Interesse. Wer eines der Zukunftsfahrzeuge testen wollte, musste nicht lange warten. Christian Kahlenberg aus Prenzlauer Berg war zur Clean Tech gekommen, um energiesparende Autos zu testen, und war begeistert von einem Opel mit Brennstoffzellenantrieb. "Das war vom Fahrgefühl mindestens genauso gut wie ein Benziner und obendrein ganz leise", schwärmte der 41-Jährige. "Ich habe Interesse an Elektrofahrzeugen, weil ich für saubere Luft und wenig Lärm in Berlin bin." Der 22 Jahre alte Student Florian Würsch aus Bayern war mit seinem Cousin unterwegs, "weil mich die Technik von morgen interessiert. Mobilität ist etwas, was alle betrifft, wo sich niemand entziehen kann. Stillstand bei der Entwicklung wäre kontraproduktiv." Die Clean Tech will künftig in Tempelhof bleiben und gilt als ein erster Baustein, um Tempelhof dauerhaft als Ort der Umwelttechnologie zu etablieren.

Die Clean Tech ist heute noch einmal für das breite Publikum von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Eingang: Haupthalle Tempelhof. Eintritt: 10, ermäßigt 8 Euro.

( schoe )