Zeichen gegen Rechtsextremismus

Hunderte Bürger demonstrieren gegen NPD-Veranstaltung

Gegen eine Kundgebung der rechtsextremen NPD haben in Treptow mehrere hundert Menschen demonstriert. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot protestierten am Sonnabend etwa 500 Demonstrationsteilnehmer gegen eine Neonazi-Veranstaltung in Schöneweide.

Nach Angaben der Polizei gab es keine Zwischenfälle. Unter den Teilnehmern waren auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, Gregor Gysi. "Wir haben als demokratische Bürger dieser Stadt das Recht und die Pflicht zu protestieren, wenn Neonazis demonstrieren", so Thierse. "Wir dürfen ihnen die Straße nicht überlassen", sagte er weiter. Zudem sprach er sich erneut für ein Verbot der NPD aus.

Am Vormittag hatten etwa 120 linke Demonstrationsteilnehmer den Beginn der NPD-Veranstaltung durch eine Sitzblockade auf dem Bahnhof Schöneweide verzögert. Die Züge mit den NPD-Anhängern hielten aus Sicherheitsgründen dort nicht. Mit einer Stunde Verspätung begann dann die Kundgebung der Neonazis hinter dem S-Bahnhof Schöneweide auf einem eingezäunten Bus-Parkplatz. Nach Polizeiangaben hatten sich dort etwa 150 Anhänger versammelt. Für die rechtsextreme Partei sollte die Veranstaltung der Wahlkampfauftakt für die Abgeordnetenhauswahl 2011 sein. Zu den Gegendemonstrationen hatten das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick sowie Parteien, Gewerkschaften, Kirchen aufgerufen.

( plet/mtt )