Nationalsozialismus

Gedenken an verschleppte "Asoziale"

Opferverbände und Vertreter von Politik und Polizei erinnern morgen in Rummelsburg an die Aktion "Arbeitsscheu Reich" während des Nationalsozialismus.

Dabei waren mehr als 10 000 Menschen als "Asoziale" verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt worden. Mit der Aktion richtete sich das NS-Regime 1938 gegen Obdachlose, Bettler, Alkoholiker, Geschlechtskranke, Prostituierte sowie Sinti und Roma. Unter dem Vorwurf der Arbeitsscheu wurden sie als "asozial" beschimpft. Zu der Gedenkstunde an den früheren Städtischen Arbeitshäusern werden nach Angaben der Veranstalter Kulturstaatssekretär André Schmitz, Polizeipräsident Dieter Glietsch und Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, erwartet.