Bildung

Wissenschaft soll international stärker werden

Das Ansehen des Wissenschaftsstandortes Berlin muss nach Ansicht des Beraterkreises Berlin-Board international gestärkt werden. "Berlins internationale Strahlkraft ist verbesserungswürdig", sagte gestern Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) nach der dritten Sitzung des Beratergremiums.

Die Mitglieder waren unter Leitung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zusammengekommen. Zöllner sagte, im Vergleich zu Oxford, Cambridge und Paris sei Berlin für Spitzenwissenschaftler weniger attraktiv. Berlin sei eher für seine Geschichte und Kultur bekannt. Die Metropole solle zugleich als Stadt der Begegnung zwischen Wissenschaft, Medien und Kunst bekannt gemacht werden. Die Hauptstadt habe keine klare Adresse, die für die Berliner Forschung stehe, sagte die WZB-Präsidentin, Jutta Almendinger. Deshalb müssten sich Hochschulen verstärkt auf internationalen Messen präsentieren und der internationale Studentenaustausch gefördert werden. Die Institutionen müssten sich durch ein starkes Netzwerk gemeinsam sichtbar machen.

Das prominent besetzte Berlin-Board hat 16 Mitglieder, darunter Manager wie Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, die frühere MTV-Chefin Catherine Mühlemann, oder den Architekten Hans Kollhoff. Zuletzt hatte das Gremium im März über Kultur- und Integrationsfragen beraten.