Sozialpolitik

Streik trifft Familien

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst in Berlin trifft erneut vor allem Familien mit Kindern. Gestern traten viele Erzieherinnen in Kindertagesstätten und Horten in den südlichen Bezirken in Streik.

Etwa zwei Drittel der dortigen städtischen Kitas und Schulhorte blieben nach Angaben der Bildungsgewerkschaft GEW geschlossen oder arbeiteten nur eingeschränkt. In den 280 landeseigenen Kitas in ganz Berlin arbeiten rund 5000 Erzieherinnen, an den Horten an den Grundschulen noch einmal so viel. Auch die Mitarbeiter der Bezirksämter und der Bürger- und Ordnungsämter waren an beiden Tagen zum Streik aufgerufen.

"Es muss mit starken Einschränkungen gerechnet werden", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di. Behördengänge sollten die Berliner möglichst vermeiden. Betroffen waren die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Treptow-Köpenick und Mitte. Der Streik soll bis Donnerstag dauern. In der nächsten Woche wollen Erzieher und Verwaltungsangestellte in den nördlichen Bezirken zwei Tage lang streiken.