Im Einsatz für den Spitzenkandidaten

Im Profiradsport würde man die Position von Steffen Schubert-Breloh als "Wasserträger" bezeichnen.

Im Profiradsport würde man die Position von Steffen Schubert-Breloh als "Wasserträger" bezeichnen. Sich für das Team und den Spitzenfahrer aufopfern, Windschatten spenden, abfallen lassen und Wasser bringen. Ruhm und Ehre gehen an den Teamchef. Ähnlich ist es im Wahlkampf. Er nötigt Kraft, Zeit und Ausdauer ab. Das Team arbeitet für seinen Spitzenkandidaten. So ist der Rechtsanwalt als FDP-Mitglied für den Ortsverband Lichterfelde/ Lankwitz seit Wochen im Wahlkampf unterwegs. Wahlplakate aufhängen und kontrollieren, die Stände zu den Veranstaltungsorten bringen und aufbauen, Broschüren und Werbematerial anliefern, am Stand stehen und auch den Abbau organisieren. "Da kommen knapp 30 Stunden zusammen, und dann gibt es auch noch zusätzliche Veranstaltungen", sagt er. "Die Arbeit findet ausschließlich in der Freizeit statt." Nach der Bundestagswahl 2002 ist der 37-Jährige in die FDP eingetreten. "An der Politik war ich schon immer interessiert", sagt er. Außerdem sei er ein großer Fan der Demokratie und habe aktiv dabei sein wollen. Für seinen Ortsverband regelt er auch als Schatzmeister die Finanzen. Am kommenden Sonntag wird er alles verfolgen und eventuell noch auf eine Wahlparty gehen. Sein Wunsch: "Es ist wichtig, dass die Menschen überhaupt wählen gehen."

ag