Willkommen! 500 000 Fans in Berlin

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Nicole Dolif

Berlin im WM-Fieber. Fußball-Fans aus der ganzen Welt sind zu Gast in der Hauptstadt.

Berlin im WM-Fieber. Fußball-Fans aus der ganzen Welt sind zu Gast in der Hauptstadt. Sie machen Besichtigungen, kaufen ein oder bummeln schon einmal über die Fan-Meile auf der Straße des 17. Juni. "Bis jetzt sind etwa 500 000 Besucher in der Stadt", sagt Gerhard Buchholz von der Berlin Tourismus Marketing (BTM), "und in den nächsten Wochen werden noch viele Zehntausend dazu kommen."

Darauf hoffen vor allem die Hoteliers. "Bis jetzt liegt die Auslastung im Durchschnitt nur etwa bei 70 Prozent", sagt Buchholz. Das liegt unter anderem daran, daß die Fifa in 70 Berliner Hotels zunächst Zimmer gebucht hat, sie dann aber zu einem großen Teil zurückgegeben hat. Doch Jeanette Kienert vom Steigenberger ist sich trotzdem sicher: "Die Buchungen werden in der nächsten Zeit noch richtig anziehen." Bis jetzt seien etwa 60 Prozent der Zimmer gebucht. Auch Türkan Gültepe vom Hotel Intercontinental glaubt an "eine Sogwirkung", die Berlin ausübt. "Die Leute sehen die Super-Stimmung auf der Fan-Meile im Fernsehen und kommen dann doch noch schnell her." Einige Zimmer hat auch das Interconti noch zu bieten - an den Spieltagen ist es allerdings schon ausgebucht.

Besonders gut laufen im Moment die sehr günstigen Übernachtungsmöglichkeiten. Das WM-Camping am Olympiastadion macht zwar erst am 12. Juni auf, ist aber schon komplett ausgebucht. Und auch die Tentstation, der Campingplatz mitten in der Stadt, kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. "Für die nächste Woche sind wir ausgebucht", sagt Sarah Oßwald von der Tentstation, "und auch für die Zeit danach haben wir Vorbestellungen."

Die meisten Fußball-Fans erobern die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. "Wir sind auf den Besucher-Ansturm vorbereitet", sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz. Der Takt von Bussen, Straßen- und U-Bahnen werde flexibel dem Bedarf angepaßt. Die Fahrer könnten sich jederzeit an die Leitstelle wenden, wenn es zu voll werde. Dann würden weitere Fahrzeuge eingesetzt. "An Tagen, an denen im Olympiastadion gespielt wird, fahren die Züge der U 2 in einem Takt unter drei Minuten", sagt Reetz.

Im KaDeWe war gestern schon der Beginn der WM zu spüren. "Es ist viel los bei uns", sagt KaDeWe-Sprecherin Petra Fladenhofer, "Überall habe ich kleine Touristen-Gruppen mit Fähnchen gesehen und alle möglichen Sprachen gehört. Vor allem viel Spanisch wurde gesprochen."