Gedenken

CDU will Volksfest am Tag der Deutschen Einheit in Berlin

Die Berliner CDU fordert ein großes Volksfest zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. "Bis heute gibt es viele Brüche innerhalb Berlins, die aus der Zeit der Teilung rühren.

Daher ist eine zentrale Festveranstaltung in der Hauptstadt ein Fest der Freude und für alle Berlinerinnen und Berliner so wichtig", erklärte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecher Michael Braun.

Mehrfach habe die CDU-Fraktion den rot-roten Senat dazu aufgefordert, eine zentrale Festveranstaltung für alle Menschen durchzuführen. Denn Berlin sei die einzige Stadt in Deutschland gewesen, die von 1961 bis 1989 geteilt gewesen sei, so Braun. Bisher gibt es allerdings nur Planungen, am 2. Oktober, einen Tag vor dem Tag der Deutschen Einheit, eine Feier zur Wiedervereinigung im Abgeordnetenhaus zu veranstalten. "Doch statt Freude und Feierlaune unter den Berlinern zu verbreiten, reduziert sich diese Veranstaltung auf einen eingegrenzten Personenkreis. Diese Form der Festlichkeit ist zu kopflastig, zu wenig", so Braun. Er forderte den Senat auf, "unsere europäischen Nachbarn und amerikanischen Freunde" in die Vorbereitungen des Festes mit einzubeziehen, da es ohne ihr Einverständnis und ihre Unterstützung nicht zur Wiedervereinigung gekommen wäre.

Senatssprecher Richard Meng wies den Vorschlag zurück. Der Tag der Deutschen Einheit sei ein Feiertag des Bundes. "Der Bund ist dann auch am Zug", so Meng. Er verwies auf das zentrale Fest zum Tag der Deutschen Einheit, das in diesem Jahr in Bremen stattfindet. Das hängt damit zusammen, dass Bremen den Bundesratsvorsitz innehat. In der Hansestadt werde sich Berlin am 3. Oktober darstellen, so Meng. Des Weiteren gibt es Überlegungen für eine Feier des Bundestags im Reichstag. Mit beiden Veranstaltungen hat Berlin allerdings direkt nichts zu tun. Ein Fest wird es auch am Brandenburger Tor geben - veranstaltet wird es aber von privaten Unternehmern.