Sanierungsbeginn am Restaurant Eierschale

Wer das das Café "Eosander" genau gegenüber vom Schloß Charlottenburg betritt, kann sich eine Vorstellung davon machen, wie künftig die "Eierschale" in Dahlem aussehen soll. Denn Geschäftsführer Neeman - ein zurückhaltender Mensch, der ungern seinen Vornamen verrät - will aus der ehemaligen Jazz-Kneipe ein Restaurant im gleichen Stil machen. "Mit Fresken an den Wänden, einem großen, dunklen Holztresen und viel Glas", so Neeman. "Eine typische Berliner Kneipe eben", ergänzt Architekt Carsten von der Heyde. Die Baugenehmigung soll in diesen Tagen erteilt werden.

Bereits im Dezember 2004 hatte Neeman das geschlossene Traditionslokal an der Podbielskiallee vom Liegenschaftsfonds gekauft. Ihm gehören neben dem "Eosander" auch das "Rocco" am Hackeschen Markt und das "Graffiti" am Adenauerplatz. Mehrere Monate zog sich dann das Baugenehmigungsverfahren hin. Das Gebäude, 1911/12 als Wohn- und Gasthaus errichtet, müsse komplett saniert und umgebaut werden, so der Architekt. Das Dach werde erneuert, die Fassade erhalte große Rundbogenfenster. Hinzu kommen ein Wintergarten und eine Terrasse. Der Gastraum erstreckt sich künftig über die erste und zweite Etage. Insgesamt seien 190 Plätze im Lokal sowie 400 weitere im Biergarten vorgesehen.

Während des Winters soll der Innenausbau erfolgen. Läuft alles nach Plan, möchte er zu Beginn der Sommersaison sein Lokal eröffnen. Das werde mit der alten Eierschale allerdings kaum mehr etwas gemein haben. Vielmehr wolle man "mit Preisen und Angebot wie Steinofenpizza" die Studenten der nahen Freien Universität ansprechen, meint sein Architekt.

L.P.