Stadtplanung

Für den Gendarmenmarkt werden nun neue Pläne entwickelt

Wie der Gendarmenmarkt künftig umgestaltet wird, ist wieder offen. Ob Kugelahornbäume, Neupflanzungen, altes Pflaster oder Barrierefreiheit - man werde über alles erneut nachdenken, sagte Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) gestern während einer Protestaktion des Fördervereins Gendarmenmarkt und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Er maße sich nicht an, allein zu entscheiden, so Gothe weiter. Nach der Sommerpause werde ein Freiraumplaner neue Varianten für den Platz entwickeln. Sie sollen zunächst den Anliegern vorgestellt und dann in einem Bürgerforum diskutiert werden. Der Stadtrat hofft, dass bis Ende des Jahres ein Entwurf gefunden ist, der mehrheitliche Zustimmung findet.

Unterdessen hat der Förderverein mehr als 8000 Unterschriften gegen die bislang geplante Umgestaltung des Platzes gesammelt, die die Fällung von mehr als 130 Ahornbäumen vorsieht. Gothe sagte zu, dass die Mehrheit der Bäume bleiben könne. Sechs oder sieben Exemplare müssten jedoch weg, um Platz für parkende Reisebusse an der Französischen Straße zu schaffen. Das lehnen Förderverein und der BUND ab. "Wir wollen jeden Ahorn erhalten", sagte die Vereinsvorsitzende Ada Withake-Scholz. Sie fordert die behutsame Reparatur des Platzes. Es gebe etwa 300 kleine schadhafte Stellen auf der Oberfläche des Gendarmenmarkts, sagte ein Bauleiter, den der Verein konsultiert hat. Weil die Betonplatten unter dem Granitpflaster über Stahlösen verfügten, könne jede Platte einzeln herausgelöst und repariert werden. Die Kosten könnten bis zu 400 Euro je Schadstelle betragen.