Unfall

Ärzte retten eine Hand des Molekular-Kochs

Nach der Stickstoff-Explosion in Stahnsdorf, bei der ein 24 Jahre alter Koch nach Polizeiangaben beide Hände verlor, konnte nun doch eine wieder angenäht werden.

Ein Ärzteteam vom Unfallkrankenhaus Marzahn operierte Martin E. am Montagmorgen achteinhalb Stunden lang. Handchirurgen nähten die linke Hand des Kochs wieder an. Aber auch Urologen und Unfallchirurgen kamen zum Einsatz. Denn Martin E. hatte außerdem Verletzungen im Genitalbereich und eine große Fleischwunde im Unterschenkelbereich.

"Der linke Unterarm ist stark beschädigt, aber das Gewebe lebt", sagte der Handchirurg Dr. Andreas Eisenschenk gestern. "Wir haben beide Unterarme mit Platten stabilisiert", ergänzt der Chirurg, der schon Bombenopfer Charlyn erfolgreich operierte. "Wir rechnen damit, die Funktion der linken Hand wieder auf 60 bis 70 Prozent herstellen zu können." Bis zu zehn Operationen können bis dahin noch notwendig werden. Aber immer noch besteht Lebensgefahr für den 24-jährigen Koch.

( mtt )