Gewalt

Am Rande des CSD: Rangelei mit Rapper Bushido

Auf der Alternativveranstaltung zum Christopher Street Day, dem Transgenialen CSD, ist es gestern zu einem Zwischenfall mit dem Rapper Bushido und Demonstrationsteilnehmern gekommen.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll es am Rande des Umzugs, an der Skalitzer Straße in Kreuzberg, zu einem Wortgefecht zwischen dem Rapper und einer Frau gekommen sein.

Dabei habe Bushido die Frau wegen ihrer sexuellen Orientierung verbal angegriffen und massiv beschimpft. Als andere Demonstrationsteilnehmer das bemerkten, beschütteten sie Bushido mit einem Getränk. Freunde des Rappers sollen daraufhin die Demonstranten mit Glasflaschen beworfen und sogar mit einer abgeschlagenen Glasflasche bedroht haben. Damit die Situation nicht weiter eskalierte, mussten Beamte der Berliner Polizei eingreifen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost wurde gegen Bushido eine Anzeige wegen Beleidigung gestellt.

Anis Mohammed Yussuf Ferchichi alias Bushido ist für seine verbalen Ausbrüche und brutalen Liedtexte bekannt. Wegen jugendgefährdender Inhalte stehen einige seiner Lieder sogar auf dem Index. In einigen seiner Songs hatte er zu Gewalt gegen Homosexuelle und Frauen aufgerufen. Nach Texten wie " Ihr Tunten werdet vergast" sah der Lesben- und Schwulenverband Deutschland den Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und den Tatbestand der Volksverhetzung als gegeben und forderten damals ein Ermittlungsverfahren. Bushido lenkte ein und änderte den Text in: "Ihr Tunten werdet verarscht".

Aber auch schon vor zwei Jahren wurde gegen den Rapper ermittelt. Damals hatte ihn ein Fotograf wegen Beleidigung und Nötigung angezeigt. Nach Aussagen des Fotografen hatten Freunde des Rappers ihm die Kamera weggenommen, weil er Bushido angeblich fotografiert hatte. Sie hätten ihn festgehalten und mit dem Tode gedroht, falls am nächsten Tag ein Foto erschienen wäre.