Radsport

Velothon: Start frei für die Minis

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Heute ist es so weit: Um acht Uhr startet der 2. Skoda-Velothon, an dem sich rund 12 500 Profi-, Amateur- und Hobby-Radler beteiligen. Die ersten 5000 Rennradler sollen sich um acht Uhr auf der Straße des 17. Juni postieren, von wo sie nach dem Startschuss zum 60-Kilometer-Rennen durch die City fahren.

Weitere 7000 Radler starten um 9.25 an derselben Stelle, um 120 Kilometer hinter sich zu bringen. Zusätzlich zur Stadtrunde machen sie einen Abstecher in die südlich von Berlin gelegene Mark.

Die komplette Rennstrecke ist heute von 7 Uhr bis etwa 15 Uhr gesperrt. Ein Überqueren der Rennstrecke ist unmöglich, egal ob mit dem Auto oder zu Fuß. Außerdem ist die Straße Unter den Linden (ab Friedrichstraße) von 4 bis 12 Uhr nicht befahrbar. In dieser Zeit ebenfalls gesperrt ist der Pariser Platz und der Platz des 18. März, die Glinkastraße zwischen Behrenstraße und Unter den Linden sowie die Neustädtischen Kirchstraße zwischen Dorotheenstraße und Unter den Linden. Die Polizei empfiehlt, auf U-Bahnen und S-Bahn umzusteigen.

Bereits gestern hieß es Start frei für die Radprofis von morgen. Nahe dem Brandenburger Tor, wo heute die Erwachsenen losfahren, kamen etwa 150 Kinder und Jugendliche zusammen, um beim Mini-Velothon ihre Kräfte zu messen. Eingeteilt in vier Startblöcke, legten die 6 bis 14 Jahre alten Teilnehmer zwischen 1,3 und 5,2 Kilometer zurück.

Klatschende, filmende und lautstark ihre Jüngsten anfeuernde Eltern bestimmten das Bild am Streckenrand. Auf der Rennstrecke fiel besonders die Unterschiedlichkeit der Fahrzeuge ins Auge: Bei den Jüngsten standen Kinderrädchen, Mountainbikes und echte Rennmaschinen dicht nebeneinander. Aber auch die Körpergröße der Mitstreiter selbst war alles andere als einheitlich.

Dass die ersten 45 Mitstreiter um 14 Uhr im Nieselregen in die Pedalen treten mussten, störte sie nicht. Jack Berglund (6) aus Schöneberg zierte, ob des fehlenden Schutzblechs, schon vor dem Start ein Schmutzstreifen bis zum Nacken. Als Jack nach einigen Augenblicken schon wieder das Ziel erreichte, zeigten seine Mundwinkel immer noch steil nach oben. Mit seiner Platzierung im Mittelfeld war er anscheinend sehr zufrieden. So erging es den meisten anderen auch. Nur ganz wenige der unter bunten Helmen hervorguckenden Kindergesichter sahen beim Zieleinlauf unglücklich aus. Und spätestens als sich zur Übergabe der Urkundendie Sonne wieder zeigte, lächelten auch diejenigen, die sich einen besseren Rang erhofft hatten.

Weitere Informationen zum Velothon unter www.morgenpost.de/velothon Alle Ergebnisse lesen Sie in der großen Morgenpost-Beilage am Montag

( alx )