Gesundheit

Meningitis-Verdacht in Kreuzberg

Meningitisalarm in Kreuzberg: Nachdem bei einem 27-Jährigen auf der Rettungsstelle des Krankenhauses Friedrichshain am Mittwochnachmittag Symptome der gefährlichen Hirnhautentzündung diagnostiziert worden waren, waren Stunden später Feuerwehrmänner mit Schutzanzügen auch in einem indischen Restaurant an der Schlesischen Straße im Einsatz - dort arbeitet einer von drei Mitbewohnern des Erkrankten.

Der zuständige Amtsarzt warnt allerdings dringend vor Panik - bislang sei die Krankheit bei keinem der insgesamt vier Betroffenen bestätigt worden.

Gegen 16 Uhr hatte die Krankenhausleitung das Gesundheitsamt informiert, weil der Mann über starke Kopfschmerzen, allgemeine Mattigkeit und Nackensteifheit geklagt hatte. Die alarmierten Einsatzkräfte erkundigten sich bei dem Opfer nach Menschen, zu denen es engen Kontakt hat. Wenig später wurden die drei Angehörigen der Wohngemeinschaft von den Einsatzkräften angesprochen, einer von ihnen an seiner Arbeitsstelle in dem Restaurant. Anschließend wurden alle drei in einem Krankenhaus vorbeugend behandelt. Sie haben laut Informationen dieser Zeitung keine Symptome gezeigt, es geht ihnen gut.

Laut dem für Friedrichshain-Kreuzberg zuständigen Amtsarzt Dr. Raimund Pitzing ist noch nicht klar, ob sich der erkrankte Mann tatsächlich mit der bakteriellen Meningitis infiziert ist. "Das müssen jetzt zunächst die Bluttests ergeben." Die Krankheit könne nur über den Tröpfchenweg übertragen werden. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen wird in Kürze gerechnet.

Das Restaurant sei vom Gesundheitsamt nicht geschlossen worden. "Dazu hatten wir keine Veranlassung", so Dr. Pitzing. "Wir haben Informationsmaterial dort gelassen. Sicherlich haben sich die Passanten erschreckt, als sie in Zeiten der Schweinegrippe Menschen in Schutzanzügen sahen. Aber es besteht kein Grund zur Panik."