Deutsche Bahn

Streit um den "Zug der Erinnerung"

Der Verein "Zug der Erinnerung" wirft der Deutschen Bahn vor, die zwischen dem 8. Mai und 20. Mai geplanten Aufenthalte unter anderem an den Bahnhöfen Spandau und Berlin zu verhindern.

In den Waggons des Zuges erinnern Fotos und Dokumente an das Schicksal der meist jugendlichen Opfer, die die Reichsbahn in Konzentrationslager deportiert hatte.

"Die Deutsche Bahn AG hat uns mit dem Verweis auf betriebliche Gründe den Halt in Spandau verwehrt", sagte gestern der Vorstandssprecher des Vereins, Hans-Rüdiger Minow. Auch für den früheren Deportationsbahnhof Grunewald habe es keine Genehmigung gegeben. Bereits 2008 kam es zu öffentlichen Auseinandersetzungen, als die DB den Halt im Berliner Hauptbahnhof verhinderte.

Ein Bahnsprecher erklärte auf Anfrage, derzeit liege noch keine Trassenanmeldung für Halte des "Zugs der Erinnerung" vor, ohne die die Bahn keine Zufahrtserlaubnis erteilen könne. Bislang existiere "nur die reine Absichtserklärung der Veranstalter".