Die Bahn

33,6 Millionen Euro für Berliner Bahnhöfe

71 Berliner Bahnhöfe sollen mit Geld aus den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung modernisiert werden.

Wie die Bahn gestern mitteilte, stehen dafür in den kommenden drei Jahren insgesamt 33,6 Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Sonderprogramm Bahnhöfe sollen auch 115 Stationen in Brandenburg mit 16,5 Millionen Euro umgestaltet werden.

Ziel der Modernisierungsmaßnahmen ist nach Bahn-Angaben eine Steigerung der Kundenzufriedenheit. Unter anderem werden Empfangsgebäude saniert. Geplant ist zudem, in die Verbesserung des Erscheinungsbildes, der Informationsqualität, der Barrierefreiheit, des Sicherheitsempfindens und des Wetterschutzes zu investieren.

Vor allem bei der Fahrgastinformation gilt es Mängel zu beheben, wie aus dem aktuellen Qualitätsbericht des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hervorgeht. Von 66 großen und mittleren Stationen, die der VBB untersuchen ließ, bieten demnach nur 18 ein gutes oder sehr gutes Informationsangebot. An 30 Bahnhöfen stellten die Tester Mängel fest. 18 Bahnhöfe wurden als nicht ausreichend bewertet.

Bundesweit stehen für die Bahnhofssanierung 300 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen zur Verfügung. Welche Stationen in der Region davon profitieren werden und welche Maßnahmen konkret geplant sind, will die Bahn heute mitteilen.

Der Fahrgastverband Igeb fordert, das Geld "nicht nach dem Gießkannenprinzip" auf möglichst viele Bahnhöfe zu verteilen. "Die Bahn sollte das Geld sinnvoll für gezielte Projekte einsetzen, von denen die Fahrgäste auch profitieren", sagt Igeb-Vize Jens Wieseke. Wichtige Projekte wie der Bau von zweiten Ausgängen könnten damit vorgezogen werden, beispielsweise an den Stationen Prenzlauer Allee und Zehlendorf.