Stadtplanung

Mediaspree: Gegner kündigen "Aktionstag" an

Der Konflikt um die Bebauung der Spreeufer in Friedrichshain und Kreuzberg droht erneut zu eskalieren. Linksalternative Gegner der sogenannten Mediaspree-Projekte haben für den 5. Juni zu einem "großen Aktionstag" aufgerufen, um ihrer "Wut Ausdruck zu verleihen".

In einem im Internet veröffentlichten Aufruf wird angekündigt, dass "ungewollte Baustellen besetzt und ungenutzte Flächen angeeignet" werden. Auch sollen als "störende Event-Ufos" bezeichnete Strandbars in ihrem Betrieb gestört werden, heißt es weiter.

Seit Jahren gibt es Auseinandersetzungen über die Gestaltung der Uferstreifen zwischen Elsenbrücke und Jannowitzbrücke. Während der Senat die zumeist unbebauten Flächen an der Spree zu den wichtigsten Entwicklungsgebieten in der Stadt zählt, sprechen sich viele Anwohner für den Erhalt möglichst vieler Freiräume aus. Ein Bürgerbegehren richtete sich 2008 erfolgreich gegen allzu üppige Bau- und Vermarktungspläne des Senats.

Mediaspree-Gegner aus der linksextremen Szene haben mehrfach versucht, einzelne Projekte gewaltsam zu stören. Ihre Aktionen richteten sich unter anderem gegen die O2 World am Ostbahnhof.