Handel

Regionalwährung "Berliner" steht endgültig vor dem Aus

Die vor gut vier Jahren gestartete Berliner Regionalwährung steht vor dem Aus. Derzeit seien zwar noch gut 10 000 "Berliner" im Umlauf, vor allem im Prenzlauer Berg und Kreuzberg, sagte Susanne Thomas vom Verein "Berlin regional".

Das Projekt werde aber nicht fortgesetzt. Das Scheitern begründete sie mit System- und Organisationsfehlern. In einer Stadt wie Berlin sei es schwierig, die Idee einer Parallelwährung zum Euro erfolgreich umzusetzen. Die Strukturen seien in Berlin viel komplizierter und feingliedriger. Auf dem Land gebe es mehr Vereine, "die leichter mit ins Boot zu holen sind". Zudem sei es nicht gelungen, das Projekt von einer ehrenamtlichen auf eine professionelle Ebene zu heben. An der im März 2005 gestarteten Initiative beteiligten sich zuletzt rund 190 Gewerbetreibende. Der Euro-gedeckte "Berliner" sollte das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe schaffen und vor allem die Einzelhandelsunternehmen unterstützen. Getauscht wurden die Wertgutscheine im Verhältnis 1:1. Beim Rücktausch war eine 5-Prozent-Gebühr fällig.