Regionalmanagement

City-West: Mehr Licht am Bahnhof Zoo

Unter der Eisenbahnbrücke am Bahnhof Zoo soll es heller und vor allem sauberer werden, die Umgestaltung der Tauentzienstraße ist bereits auf den Weg gebracht, und das Konzept, wie der 125. Geburtstag des Kurfürstendamms im kommenden Jahr gefeiert wird, wollen die neuen Regionalmanager der City-West spätestens bis zum Sommer ausarbeiten.

Gestern stellte sich das Team vor. Die vier Regionalmanager werden in Kürze ihr Hauptquartier im Amerika Haus gegenüber dem Bahnhof Zoo beziehen.

"Wir wollen Ohr und Sprachrohr sein, Akteure und Aktivitäten zusammenbringen, die Qualitäten der City-West vermarkten, informieren und beraten", kündigte Team-Leiter Joachim Wolf an.

Insgesamt eine Million Euro stehen in den kommenden drei Jahren für Aktivitäten zur Verfügung. Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied der AG City, will die City-West als Wirtschaftsstandort stärken. Dabei soll der bereits hohe Umsatzanteil von 60 Prozent Nicht-Berlinern im Handel weiter ausgebaut werden. "Wir brauchen dazu nicht mehr Verkaufsflächen, sondern mehr Qualität, auch architektonisch und städtebaulich", sagte er. Dringend nötig seien auch gute Wohnungen. Charlottenburg sei beliebt, doch wenn sich mehr Forschungsinstitute in der Nähe der TU ansiedeln sollten, müssten für die Mitarbeiter attraktive Wohnungen zur Verfügung stehen.

Jochen Brückmann von der IHK sieht etliche positive Ansätze, die jetzt gebündelt werden. Als Beispiel nannte er das Handyparken sowie das neue Parkleitsystem. Die einheitliche Beschilderung soll bis Ostern fertig sein und den Autofahrern in der City-West, in der historischen Mitte und am Hauptbahnhof den Weg weisen. Da es an Plätzen in Parkhäusern nicht mangele, reiche ein statisches statt ein dynamisch-elektronisches System.

Ob das neue Regionalmanagement auch frischen Wind in stagnierende Projekte wie das Aussichtsrad am Zoo, die Tiefgarage unter dem Hardenbergplatz oder ins Haus Cumberland bringen kann, ist mehr als zweifelhaft. Zumindest wollen die Regionalmanager jetzt auch mit dem Eigentümer des Parkhauses neben dem Amerika Haus sprechen. In der Passage zwischen Kant- und Hardenbergstraße stehen die Läden seit Jahren leer.

( bsm )