Protest

Eltern kämpfen um Pausenhof für Grundschüler

Die Grundschule am Teutoburger Platz in Prenzlauer Berg wird in den kommenden Jahren für 3,5 Millionen Euro saniert. In dieser Zeit sollen die mehr als 300 Schüler in einem Gebäude an der Straßburger Straße unterrichtet werden.

Doch dort gibt es keinen Schulhof und keine Turnhalle, sondern nur eine kleine Freifläche. Geplant ist, dass die Erst- und Zweitklässler in den Pausen auf Spielplätze in der Umgebung gehen, die Älteren sollen die Flächen des Sportjugendklubs Kollwitzstraße nutzen. "Das ist zwar keine ideale, aber eine tragfähige Lösung", sagt Pankows Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD).

Eine Elterninitiative protestiert gegen diese Pläne und will den Umzug der Schule an die Straßburger Straße verhindern. Der nächstgelegene Spielplatz sei 600 Meter entfernt, die Kinder müssten mehrmals am Tag an verkehrsreichen Straßen unterwegs sein, heißt es in einem Brief der Eltern an den Pankower Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). "Auf dem Spiel stehen nicht weniger als der Lernerfolg, das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Kinder."

Die Eltern schlagen vor, dass als Ausweichquartier das Förderzentrum Schule am Senefelderplatz gewählt wird, das über einen großen Schulhof und eine Turnhalle verfügt. Doch diesen Vorschlag lehnt die Schulstadträtin ab. Das Förderzentrum im Gebäude könne nicht ausgelagert werden, sagt sie. Die Elterninitiative will am 30. März vor der Grundschule am Teutoburger Platz ihr Anliegen öffentlich präsentieren.