Sozialpolitik

Neukölln wehrt sich gegen Kritik an Sozialarbeit

Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) hat mit ihrer Aussage zu unterschiedlichen sozialpolitischen Prioritätensetzungen der Bezirke in Neukölln Empörung ausgelöst.

Gesundheitsstadträtin Stefanie Vogelsang (CDU) wies die Darstellung der Senatorin im Morgenpost-Interview vom Sonnabend zurück, es gebe im Gesundheitsbereich in Neukölln keine Sozialarbeiter. Solche Ausstattungsunterschiede hatte Knake-Werner als Gründe dafür ausgeführt, warum es so schwierig sei, von anderen Bezirken die Zustimmung dafür zu erhalten, verstärkt in den sozial schwächsten Stadtteilen zu intervenieren. "Wir haben im Gesundheitsamt 31 Sozialarbeiter beschäftigt", sagte Vogelsang. Die Aussagen der Senatorin seien für sie nicht nachvollziehbar: "Entweder sie ist bösartig oder sie weiß nicht, was läuft." Es sei ungehörig, Neukölln vorzuwerfen, falsche Prioritäten zu setzen und den Kampf gegen soziale und bildungspolitische Missstände zu vernachlässigen. Kein anderer Bezirk bezahlen aus eigenen Mitteln Sozialstationen an Grundschulen, niemand biete in seiner Musikschule Musikunterricht für fast alle Kinder und Sprachkurse für alle Interessenten an, sagte Vogelsang, die Vize-Bürgermeisterin ist. Darüber sei sie sich bei allen Differenzen einig mit dem Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD).

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