Kritik

Howoge nimmt in Buch Mieterhöhungen zurück

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge hat nach der scharfen Kritik an ihren horrenden Mieterhöhungen Konsequenzen gezogen. Sie will sich nun bei den geplanten Sanierungsmaßnahmen in Berlin-Buch nach den Vorgaben des Senats richten. Die Duldungsklagen wurden zurückgenommen.

Stattdessen will das Wohnungsbauunternehmen jetzt die betroffenen Mieter persönlich über die Termine und das weitere Vorgehen informieren. Die Modernisierungen der ersten 654 Wohnungen in diesem Jahr werde man "individuell und gemeinsam" mit den Mietern festlegen. "Basis ist eine dem Mietspiegel entsprechende Grundvariante in den Ausführungen und Leistungsmerkmalen", teilte die Howoge mit. Die Mieter könnten dabei sogar Sonderwünsche äußern, zum Beispiel für behindertengerechten Ausbau. Zudem ist ein Baubeirat gegründet worden, der die Sanierung begleitet. Demnächst gibt es auch eine Mieterversammlung.

Der Senat hatte die Direktvergaben der Howoge, unter anderem an den SPD-Abgeordneten Ralf Hillenberg, kritisiert. Nun reagierte die Finanzverwaltung. Sie will Staatssekretär Christian Sundermann für den ausscheidenden Leiter der Abteilung Zentraler Service, Wolfgang Dobberke, in den Howoge-Aufsichtsrat entsenden. "Damit wollen wir die Position der Finanzverwaltung im Aufsichtsrat stärken", sagte Daniel Abbou, Sprecher der Senatsfinanzverwaltung.